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20. November 2012

Hendrik @ ESWC

2012-10-30 16.29.54

Lange wollte ich einen kleinen Report zu meiner ESWC Erfahrung schreiben und so langsam wird es Zeit, denn schon das nächste Mainevent meiner Gamerkarriere steht auf dem Schirm. Aber Eines nach dem Anderen.

 

 

 

 

 

Freaks 4U Gaming

Wie einige bereits wissen, arbeite ich für Freaks 4U Gaming. Als Agentur im Bereich eSports, ist Freaks 4U Gaming dafür verantwortlich, Investoren eingen Zugang zu der Zielgruppe eSports zu geben. Viele Unternehmen möchten, dass ihre Marke oder ihre Produkte an Bekanntheit gewinnen und viele Unternehmen haben bereits bewiesen, dass dies gut funktioniert. Wo wären Razer, Steelseries oder Alienware ohne diese Brandings? Wahrscheinlich nicht da, wo sie heute sind. Die Möglichkeiten die Freaks 4U Gaming dabei hat, sind sehr weitreichend: Von der Erstellung eigener Turnier-Micropages wie die der Zotac-Cup Serie, über die Integration von Banners und Siteskins auf Seiten wie joinDOTA oder MyStarcraft, bis hin zum Stream-Branding in den Overlays von Mori, Knochen oder TobiWan. Diese Möglichkeiten sind aber nur die eine Seite der Münze, denn der Content welcher auf den Seiten und den Streams präsentiert wird ist ebenfalls wichtig um den Content auch im richtigen Kontext darzustellen. Dieser Content bestent für gewöhnlich aus entweder selbst organisierten oder fremd organisierten Turnieren – je größer, desto wertvoller werden Brandings.

Ein solches Turnier war die ESWC – und es war das erste, an dem ich direkt beteiligt war. Ich wurde mit der Auftrage in das Flugzeug nach Frankreich gesetzt, dafür zu sorgen, dass die ESWC optimal gecovered wird. Trotz der Tatsache, dass der internationale Teil der ESWC erst am Freitag beginnen sollte, wurde ich bereits Montags nach Paris geschickt um den Weg vom Hotel zum Messegelände (die ESWC wurde, ähnlich wie Intel Extreme Masters im Rahmen der Gamescom oder CeBit im Rahmen der Paris Games Week ausgetragen), Ansprechpartner und Arbeitsabläuft kennen zu lernen. Profitieren hiervon konnten dann mein Team bestehend aus einem Dota2, CSGO und einem Starcraft2 Redakteur welche einerseits für ihre Spiele Content in Form von News und Interviews sorgen – aber auch mich bei der Streamcoverage unterstützen sollten.

 

Paris – Die Ankunft

Wie auch immer: Taxen in Paris sind unwahrscheinlich Teuer.

Aus dem Kontext gerissen? Nicht wirklich. Auf dem Weg vom Pariser Charles De Gaulle Flughafen zu meinem Hotel durfte ich bis auf den Grund meines Geldbeutels greifen um das Geld zusammen zu kratzen. Im Hotel angekommen erkundete ich erstmal die Grenzen des örtlichen W-Lans und stellte zufrieden fest, dass es besser ist als ich es erwartete. Die nächste positive Überraschung war, dass die Bahnfahrt bis zum Messegelände lediglich 10 Minuten dauerte. Die Haltestelle lag direkt neben meinem Hotel und endete direkt neben dem Gelände – besser konnte es kaum laufen. Dafür sollte ich dem

daheim gebliebenen Knochen noch sehr danken.
Trotzdem war es bereits eine erste, interessante Erfahrung. Mit einem “Monteur” Anstecker konnte ich die Halle betreten und durchsuchte sie nach meinen Ansprechpartnern. Als ich mein “Business” für den Tag abgewickelt hatte, ging ich was essen und zock mich auf mein Hotelzimmer zurück. Viel gab es noch nicht zu besprechen oder zu organisieren. Das sollte sich erst in den folgenden Tagen ergeben.Am Montag war das Gelände natürlich noch sehr leer. Die Hallen waren große Fußballplätze für die hiesigen, französischen Angestellten und erweckten den Eindruck einer aus dem Fernsehen bekannten und attraktiven Schauspielerin die man zum ersten mal persönlich und ungeschminkt sieht.

Eiffelturm & Nichts Neues

Ein wenig wollte ich mir ja auch einen Einblick in das Touristen-Paris erhaschen. Ich war berufsbedingt in der französischen Hauptstadt und wollte mich auch genau darauf konzentrieren. Dennoch wollte ich mir im Laufe der ersten Hälte jener Woche einen Einblick in die “Stadt der Liebe” nicht verweigern. Ich war bereits 2 Mal in Paris und beide Male verbrachte ich die meiste Zeit in Disneyland. Daher nahm ich die 20 Minuten Fahrt bis zum Eiffelturm in Kauf und erblickte ihn in meinem Leben das zweite Mal. Es ist, nach wie vor, eines der beeindruckendsten Gebäude die ich jemals gesehen habe. Eine unglaubliche Anzahl an Menschen, hauptsächlich Asiaten, versammelte sich um und unterhalb des Wahrzeichens französischer Unabhängigkeit um es zu bestaunen und mit Hilfe der Aufzüge zu besteigen.

Nach einer kleinen Erkundung der Umgebung machte ich mich auch schon wieder auf den Weg zum Messegelände. Ich wollte da permanent Präsenz zeigen um zu signalisieren, dass man mit mir rechnen müsse und dass ich meinen Job sehr ernst nehme. Dennoch konnte ich dort ein weiteres Mal eher wenig bewirken und musste darüber hinaus ein Schwarzfahrticket verbuchen, da ich mir anscheinend eines für die falsche Zone gekauft hatte. Ein wenig sauer auf die etwas unzufrieden stimmende Situation erreiche ich ein weiteres Mal mein Hotel und beendete meinen Tag in exzessivem Teamspeaken.

Auch der Mittwoch und der Donnerstag gestalteten sich nicht sonderlich anders. Ich aß mein Frühstück gegen 9 Uhr und machte mich auf zum Messegelände um da ein wenig zu chillen und mir die Messe anzuschauen. Der Unterschied war, dass die Messe nun bereits begonnen hatte und die ESWC den französischen National Qualifier austrug. Die Paris Games Week ist, im Vergleich mit der deutschen Gamescom, sehr klein. Lediglich eine Messehalle beinhaltete alle Stände der Messe und behauste problemlos die beständige Anzahl an Messebesuchern. Positiv überraschte mich die Menge an Zuschauern vor der ESWC Bühne. Es herrschte großartige Stimmung und trotz der im Gesamten eher überschaubaren Messe war die das Event der ESWC in allen Belangen eines Intel Extreme Masters zumindest ebenbürtig.

Französische Spezialitäten

Das, was am am ehesten von Paris erwartet, spiegelte sich auch auf der Messe wieder: Die “Stadt der Liebe” hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, die auch auf der Messe unterwegs waren. Ich könnte ohne Übertreiben behaupten, dass ich noch nie auf einer Messe eine solche Dichte an attraktiven, jungen Frauen erlebte. Nicht, dass es wichtig für meinen Job dort gewesen wäre, dennoch war es ein interessanter Faktor.

Ein bekanntes Gefühl ist, dass man(n) an einer sehr gut aussehenden Frau vorbei läuft und sich denkt “Wow… was würde wohl passieren wenn ich sie angesprochen hätte? Wo würde das hinlaufen? Wäre sie sympathisch und charmant gewesen oder arrogant und abweisend?”. Dieser Gedankengang kann leicht variieren – dennoch ist er häufig zugegen. Auf der Paris Games Week kam dieser Gedankengang nicht wirklich zustande, denn noch während das innere “Wow” einen Gedankengang einleiten konnte, wurde es durch ein weiteres “Wow” in Form einer weiteren Schönheit unterbrochen. So konnte ich mich leicht überreizt durch die Menge bewegen, ohne jedoch zu viele Gedanken an eine der, aus der Perspektive, austauschbaren Schönheiten zu verlieren. Dieser Schluss lies meine einzigartige Freundin daheim irgendwie noch besonderer erscheinen (ich denke dieser Abschlusssatz des Absatzes ist perfekt um nochmal die Kurve zu kriegen ^^ )

Arbeit, Party, Heim

Mein Job fing dann endlich so richtig am Freitag an: Und das war richtig hart. An allen Ecken und Enden gab es Herausforderungen  und Probleme welche von mir gelöst werden wollten und ich hatte von 9 bis 9 alle Hände voll zu tun. Es gab kaum einen ruhigen Moment und ich wusste, warum jemand vor Ort das Ruder über die Streamorganisation übernehmen musste. Mit vielen Abstrichen und ohne meine eigenen Ansprüche zu erreichen beendete ich meinen Freitag und war nicht sonderlich zufrieden. Ich gab viel Feedback und leitete einen Samstag ein wie er hätte sein sollen.

Der Samstag verlief sehr viel besser. Die Matches wurden mehr oder weniger problemlos gecovered und das Einzige, was sich als schwierig erachtete, waren die Lags die von Dailymotion verursacht wurden. Da dies jedoch nicht in meinem Machtbereich lag, konnte ich lediglich darauf hinweisen, ohne etwas daran ändern zu können. Noch ruhiger war dann der Sonntag, denn nur die Finals mussten ausgespielt werden.

Wobei: Nicht der ganze Sonntag war ruhig. Denn am Sonntagabend war After-Show-Party Time. Mit VIP-Eintrittskarten ausgestattet betraten mein Team und ich den Pariser Exklusivclub und zeigten, was Deutsche alles auf das Parket legen konnten wenn sie Zugriff zu uneingeschränkten Mengen an Sekt bekamen, welche im VIP Bereich umsonst ausgeschenkt wurden. Die Tänzerinnen und ein zu Party aufgelegter Stephano rollten einen Teppich aus Feuer aus welcher von uns nur weiter angefacht wurde. Als es langsam wieder hell wurde erreichten wir unser Hotel und genossen die wenigen Stunden Ruhe, bevor wir unsere Koffer packen und Paris in Richtung Flughafen verlassen mussten.Resümierend kann ich sagen, dass es ein großartiger Aufenthalt war und ich dankbar für die Erfahrung bin. Ich wollte immer einen Job, welchen ich gerne mache und welcher am liebsten mein Hobby beinhaltet. Jetzt habe ich ihn und kann darüber hinaus noch durch Reisen die Welt entdecken. Wie ich feststellen musste, ist das “Welt entdecken” zwar zeitlich sehr schwierig, dennoch versuche ich in Zukunft mein Bestes. Und “in Zukunft” ist bereits näher als ich auf dem Rückflug der ESWC erwartete – denn am kommenden Mittwoch den 21.11 steige ich mit meinem Team ins Auto und mach mich auf den Weg zur Fähre welche uns nach Schweden übersetzen lässt: Zeit die Dreamhack zu erobern.


About the Author

IceH





  • http://www.facebook.com/jonathan.reimund Jonathan Reimund

    Sehr cooler Artikel würde ich au gerne machen=) aber iwie gehen deine buttons nicht (flas das links sein sollen=P)

  • Lucis

    Was du da genau gemacht hast, habe ich immer noch nicht verstanden. ;) Könntest du das bitte mir nochmal erläutern. :)

    • http://www.facebook.com/hendrik.ruhe.9 Hendrik Ruhe

      Es wurden von uns bei der ESWC Starcraft 2, Dota2, CSGO und Shootmania live übertragen und ich hab geschaut, dass unsere Caster in all den Spielen drinstecken, die sie übertragen wollen. Dazu sollte ich sie bei Planungsänderungen informieren und Probleme, welche nur vor Ort gelöst werden konnten, direkt lösen. zB wurde Shootmania im LAN gehostet obwohl uns gesagt wurde, dass sie es online machen. Also habe ich mit dem Netzwerkteam geredet und nen VPN hergestellt mit dem unser Caster ins Local Network kommt und es casten kann.

      • Lucis

        Okay, vielen Dank. :)

  • Olibaby

    Sehr schöner Artikel!
    Ich habe das Lesen sehr genossen und bin neidisch auf dich! ;)